Selfpublishing – für mich ein absoluter Traum!


Wie ich damals zur Autorin wurde!

Ein Gastbeitrag von Tina Sprenzel

Was macht eine Frau denn so, wenn die Kinder flügge werden und nach und nach das Haus verlassen? Sie fängt an, über ihre alten Träume nachzudenken. Und so manche versucht, sie endlich zu verwirklichen. Denn wenn nicht jetzt, wann dann?

Tina Sprenzel

Tina Sprenzel: Selfpublisher aus Leidenschaft

Zumindest ging es mir so. Kaum hatte sich der Gedanke an meinen Jugendtraum, Schriftstellerin zu werden, im Kopf festgesetzt, legte ich auch schon los. Ich begann an meinem Debüt zu schreiben: ein regionaler Romantikkrimi. Über die Veröffentlichung habe ich mir zu diesem Zeitpunkt noch keinerlei Gedanken gemacht.

Wie der Zufall es wollte, stöberte ich eines Abends in einem VHS-Prospekt und stieß auf einen Kurs: „E-Books schreiben und Vermarkten!“. Na, wenn sich das nicht interessant anhörte! Ich fackelte nicht lange und meldete mich noch am selben Tag an.

Da stand nun dieser Lutz Kreutzer und erzählte den Teilnehmern Dinge über Szenenaufbau, Figurenentwicklung und … Vermarktung. Ich war mehr als begeistert und stürzte mich Hals über Kopf in das Experiment Selfpublishing. Also schrieb ich mein Buch zu Ende, überarbeitete es, ließ es korrigieren und mir ein Cover zeichnen. Eine Homepage musste her, eine Facebookseite und natürlich ein Twitter-Account.

Was planlos, aber hoch motiviert begann, gipfelte in dem Erfolg, das eigene Buch in den Händen zu halten, jede Menge Anerkennung zu ernten und damit auch noch Umsatz zu machen. Das Abenteuer Self-Publishing hat mich seitdem nicht mehr losgelassen!

Meine Erfahrungen als SPlerin

Ein persönliches Highlight in meiner noch kurzen Karriere war der Self-Publishing-Day 2016 in München. Dort durfte ich viele meiner KollegInnen endlich persönlich kennenlernen. Was für ein Tag voller Begegnungen! All diese „Berühmtheiten“ hautnah zu erleben, mit ihnen zu quatschen und … echte Freundschaften zu schließen. Die Workshops und Vorträge an diesem Tag überfluteten mich mit neuen Erkenntnissen und Ideen, brachten mich zudem wieder ein ganzes Stück in meiner Entwicklung weiter.

Die Arbeit als Selfpublisher hat mein Leben ungemein bereichert. In den vergangenen drei Jahren habe ich eine Vielzahl an Menschen kennengelernt, denen ich sonst nie begegnet wäre.

Tante Lotti ist tot

Tina Sprenzels erster großer Erfolg: „Tante Lotti ist tot.“

Allen voran zahlreiche AutorInnen, die fast durchwegs unglaublich hilfsbereit waren. Anfangs war ich völlig davon überrascht, dass ich von erfolgreichen und bekannten KollegInnen so gut wie immer eine Rückmeldung bekam, wenn ich sie mit einer Frage anschrieb. Die tatkräftige Unterstützung, die mir zuteilwurde, erstaunte mich. Doch ganz schnell lernte ich, dass wir keine Konkurrenten sind. Für mich zeichnet diese Hilfsbereitschaft die Branche aus. So mancher mag dies anders sehen, doch ich glaube ganz fest daran, dass Zusammenarbeit und Kollegialität mein Leben und meine Arbeit positiver gestalten.

Natürlich gibt es auch immer mal wieder einen Dämpfer. Sei es durch eine schlechte Rezension, ausbleibenden Erfolg oder einen Disput mit einem anderen Schreiberling. Das gehört aber zum Beruf dazu, egal welchen man ausübt. Für mich heißt es da: Schwamm drüber und weitermachen.

Aus vielerlei Gründen habe ich in diesem Jahr meine Aktivitäten ein wenig zurückgeschraubt. Weil ich noch nebenberuflich schreibe, ist dies auch vollkommen in Ordnung. Doch ich habe meine Ambitionen nicht aus den Augen verloren! Eines Tages möchte ich zu denen gehören, die von ihrem Traum leben können.

Vernetzen – wie und warum?

Als Selfpublisher versuche ich mich möglichst gut mit anderen zu vernetzen. Doch raubt einem das nicht nur wertvolle Schreibzeit? Finde ich nicht, denn es macht Spaß! Facebook war schon vor meinem Einstieg in das Autorendasein mein Ding, und nun habe ich auch noch Instagram für mich entdeckt. Eine weitere gute Möglichkeit zur Vernetzung sind Workshops, Buchmessen oder eben der Self-Publishing-Day.

Tina Sprenzel veröffentlichte 2015 als Selfpublisher ihren ersten Roman „Tante Lotti ist tot“ mit riesigem Erfolg. Seitdem war sie bienenfleißig und brachte fünf Bücher heraus, die sie neben ihrem Hauptberuf schrieb. Sie lebt mit ihrem Mann und der Hündin Kessie in Brunnthal, südlich von München. Ihre drei Kinder sind bereits ausgeflogen.

Mehr zur Autorin unter tina-sprenzel.de
Auf all diesen Plattformen kann man sich austauschen. Über seine Texte, Lektorate, Formatierungen, Bildbearbeitung und Werbemöglichkeiten, um nur einige Themen zu nennen. Netzwerken ist ein wichtiges Hilfsmittel zum professionellen Arbeiten als Selfpublisher. Ich selbst liebe den Austausch mit meinen KollegInnen und habe über deren Empfehlungen interessante Ratgeberseiten mit inspirierenden Schreibimpulsen gefunden.

Ich bin natürlich auch selbst Leserin und empfehle auf meiner Autorenseite immer wieder Werke anderer AutorInnen. Meine Leserschaft braucht ja Lesestoff, bis ich wieder ein Buch auf den Markt bringe.

Social Media und meine Sicht der Dinge

Als Selfpublisher bin ich nicht die im Verborgenen schreibende Künstlerin, sondern ein Mensch mit medialer Präsenz. Ich präsentiere nicht nur meine Bücher, sondern auch mich mit allerlei Bildern und Videos. Dabei erzähle ich meinen LeserInnen viel über mich selbst, meine Vorlieben und Hobbies. Fast täglich arbeite ich dabei an der Beziehung zu meinen Fans.

Ich möchte nicht irgendeine Autorin sein, sondern die von nebenan. Wichtig ist es dabei meiner Meinung nach, authentisch zu sein, denn die Menschen merken ganz schnell, wenn man ihnen etwas vorspielt. Natürlich gebe ich bei all diesen Aktivitäten nicht mein gesamtes Privatleben preis.

Über Stars und Sternchen erfährt man Neuigkeiten in der Klatschpresse – ich erzähle meinen LeserInnen tagesaktuell persönlich, was sich bei mir so tut. Ich bin zwar bisher noch keine Berühmtheit, aber wer weiß denn schon, was die Zukunft so bringt? 😉

Was liebe ich am Selfpublishing?

Von der Idee bis zum Buch entscheide nur ich alleine, was veröffentlicht wird. Natürlich hole ich mir Hilfe dazu, sei es für das Lektorat oder das Cover, aber ich bin diejenige, die den jeweiligen Auftrag dazu vergibt.

Selfpublishing ist vielfältig, denn ich muss nicht nur eine gute Autorin, sondern auch Unternehmerin sein. Meine Kreativität endet nicht beim Schreiben, sondern offenbart sich auch im Marketing. Denn wer sich aus der Menge hervorhebt, wird meines Erachtens auch Erfolg haben.

Mein Tipp für euch?

Bleibt euch selbst treu, denn nur so wirkt ihr authentisch! Arbeitet miteinander und nicht gegeneinander! #AutorfürAutor

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