Self-Publishing Workshop bei der Criminale in Graz


Graz – was für eine wunderbare Stadt! Ich kenne Graz von früher, aus meiner Zeit, als ich als Wissenschaftler an der Geologischen Bundesanstalt in Wien gearbeitet habe und als Humboldtianer und Sprecher der Geowissenschaftler immer wieder in dieser herrlichen Stadt unterwegs war. Ich erinnere mich an die Freunde und viele bezaubernde Kollegen. Insofern bin ich in ein Stück Heimat zurückgekehrt, als ich zur Criminale fuhr, um dort einen Self-Publishing Workshop zu halten.

Die Criminale in Graz: Self-Publishing Workshop

Plakat der Criminale 2017

Das Syndikat, die Autorengruppe deutschsprachige Kriminalliteratur, hatte mich eingeladen, teilnehmenden Autoren das Thema Self-Publishing näher zu bringen. Im Syndikat sind etwa 750 Autoren organisiert, die bereits in einem Buchverlag veröffentlicht haben. Am Donnerstag, den 4. Mai war ich für einen Workshop gesetzt mit dem Titel „Alte Hündchen neu verlegt als E-Book“. Es ging also darum, wie man als Autor aus einem verstaubten Manuskripten oder aus solchen, an denen man die Rechte zurückbekommen hat, in Eigenregie ein E-Book machen kann. Und wie man das dann in der Welt der Online-Portale platziert.

Unerwartet: Ü50 dominierte

Als ich die Teilnehmer am Workshop eintrudeln sah, habe ich eine erstaunliche Feststellung machen können: Unter den Teilnehmern an meinem Workshop waren mehrheitlich reifere Schriftsteller. Junge Autoren waren zwar auch dabei, aber die überwiegende Mehrheit wurde von der [weit-]über-50-Generation gestellt. Und deren großes Interesse und Diskussionsfreudigkeit am Thema Self-Publishing hat mich hoch erfreut, ja sogar einigermaßen überrascht.

Warum eigentlich? Ich hätte junge Teilnehmer in der Überzahl erwartet, bei denen man ja eine deutliche Internet-Affinität voraussetzt. Aber gerade die reifen Autoren wollten konkret wissen, wie man ein E-Book umsetzt und welche Möglichkeiten es für Marketing gibt. Dementsprechend wurden viele spannende und detaillierte Fragen gestellt. Von wegen die Älteren werden im Internet abgehängt! Ich habe in Graz erfreulicherweise genau das Gegenteil erfahren. Dadurch durfte ich neue Erfahrungen gewinnen und konnte erkennen, dass man neue Potentiale für das Self-Publishing wecken kann. Nämlich bei einer Klientel, bei der ich es eher nicht erwartet hatte. Nach der eigentlichen Veranstaltung wurden mir noch viele Fragen gestellt. Einige Besucher konnte ich nach diesem Self-Publishing Workshop sogar für den Self-Publishing-Day erwärmen.

Criminale

Lesung bei der FineCrime-Nacht

Am Nachmittag habe ich eine heitere Podiums-Talkrunde mit drei wunderbaren Autoren-Kollegen moderiert zum Thema „Essen & Trinken in Krimis“. Gerade dieses Thema in Graz aufzunehmen war für mich eine freudige Sache, denn die Steiermark ist die Heimat meines Kochbuch-Mitautors Johann Lafer. Von ihm konnte ich den Teilnehmern einen freudigen Gruß ausrichten, denn auch er ist Krimi-Fan. Abends fand dann noch die FineCrime-Nacht statt, wo ich im Theater am Lend vor einem wunderbarem Publikum eine Lesung aus einem meiner Thriller gehalten habe. Ein rundum toller Tag ging damit zu Ende, an den ich noch lange denken werde und von dem ich eine Menge mitgenommen habe.

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