Bildlich gesprochen: Gestalten Sie Ihren Erfolg! 1


ein Gastbeitrag von Sonja Jüde, Editing Escort

Welche Farbe repräsentiert Ihre Persönlichkeit? Den Stil und das Genre Ihres Romans? (Bild: Fotalia)

Wozu brauchen Indie-Autoren ein Corporate Design? Ganz klar: Um ihre Bücher besser zu verkaufen. Ein funktionierendes Corporate Design ist die bildliche Darstellung einer knappen und klaren Botschaft. Der Betrachter – genauer gesagt: sein Unterbewusstsein – nimmt die Information im Bruchteil einer Sekunde auf. So schnell liest kein Mensch, mag der Text auch noch so kurz sein. Es ist also schlau, diesen Informationskanal zu nutzen. Denn nur, wenn Bücher wahrgenommen werden, werden sie gekauft. Je höher der Wiedererkennungswert der Gestaltung ist, umso mehr Menschen nehmen das Buch wahr. Das Erscheinungsbild vermittelt Vertrautes. Somit gewinnt der Autor sowohl neue als auf Dauer auch treue Leser. Wichtig ist dabei die Glaubwürdigkeit des Designs. Entspricht es dem Inhalt, der Stimmung, dem Stil und dem Genre des Buches? Stimmen Qualität von Inhalt und Verpackung überein?

Eine Unternehmensanleihe

Unabhängige Künstler sind gut beraten, wenn sie ihren inneren Unternehmer lieben. Ihn hegen und pflegen – und zur rechten Zeit ausleben. Denn wer bewusst auf die Veröffentlichung seines Werkes in einem Verlag verzichtet, der entscheidet sich auch bewusst für Tätigkeiten aus Vertrieb und Marketing. Selbst wenn ein Schriftsteller sich selbst wohl kaum als Firma empfindet, empfiehlt es sich von Zeit zu Zeit als eine solche zu denken. Corporate ist ein englisches Adjektiv und heißt übersetzt nichts anderes als firmen- oder unternehmensbezogen. Ein Unternehmen besitzt eine gewachsene oder konstruierte Identität, genau wie der Künstler selbst. Und diese Identität gilt es nun in Bildsprache, in ein Corporate Design, zu übersetzen. Doch eine Bitte: Achten Sie auf klare Hierarchien in Ihrem Betrieb!

Charakter überzeugt

Sonja Jüde ist Inhaberin von Editing Escort

Schrift, Form und Farbe sollten in einem Design mit kommunikativen Zielen nicht in Anarchie und Chaos versinken. Im Gegenteil: Die Anordnung der Gestaltungselemente führt den Blick ihrer Betrachter. Die erste Aufmerksamkeit gilt dem Eyecatcher. Dies kann ein Bild, eine Grafik oder ein Schriftzug sein. Erst dann rücken die Gestaltungselemente zweiter und dritter Ordnung in den Focus. Einen angenehmen Rahmen verspricht dabei der Satzspiegel. Grundsätzlich gilt: In der kommunikativen Gestaltung geht Qualität über Quantität. Originalität und Symbolcharakter entscheiden über den Erfolg eines Corporate Designs.

Funktion vor Schönheit

Doch lassen wir einmal alle Eitelkeit beiseite. So sehr wir uns auch um das äußere Erscheinungsbild bemühen mögen, es gibt so etwas wie physiognomische Grenzen. Auch für ein Corporate Design. So wird das Cover eines E-Books in einer digitalen Suchergebnisliste etwa in Streichholzschachtelgröße angezeigt. Und wer seine Flyer mal eben schnell kopieren muss, ist darauf angewiesen, dass das schöne Corporate Design auch in schwarzweiß funktioniert. Allerdings fordern nicht nur Farbe und Skalierbarkeit die visuelle Kommunikation heraus. Digitale Ausgabemedien erfordern grundsätzlich eine andere Form der Datenaufbereitung als Printmedien in ihrer Druckvorstufe. Das bedeutet, dass ein Corporate Design letztlich nicht nur kommunikativen Zielen sondern auch reprotechnischen Faktoren gerecht werden muss. Schließlich verspricht der Marketing-Mix deutlich höhere Verkaufszahlen und damit eine größere Leserschaft.

Medien, die begleiten

Der Buchumschlag ist die erste und wichtigste Werbefläche unabhängig publizierender Autoren. Traurig nur, wenn das schöne Coverdesign in den undurchdringlichen Weiten eines Web-Rankings vor jedem Blick geschützt wird. Kommunikative Begleitmedien rücken das Cover wieder ins Rampenlicht. Sie verschaffen dem Buch eine jeweils eigene neue Bühne. Flyer kündigen die Neuerscheinung oder vielleicht eine Lesung an – genau wie andernorts Anzeigen und Plakate. Websites erzählen Geschichten über die Autoren und ihre Arbeit; Visitenkarten bringen ihr Image auf den Punkt. Pressemappen informieren Multiplikatoren und Autowerbung macht potentielle Leser direkt und gleich massenweise auf anregenden Lesestoff aufmerksam. Ganz zu schweigen von Social Media Marketing. Der Fantasie werden hier keine Grenzen gesetzt. Schließlich sind Sichtbarkeit, Wahrnehmung und Wiedererkennung das höchste Ziel aller unabhängigen Autoren, die ihre Leserschaft vergrößern wollen. All das kann ein Corporate Design. Gestalten Sie Ihren Erfolg!

http://www.editing-escort.de/


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